17 Februar 2012 - 20:30

Der irakische Vizepräsident Tariq al-Hashimi, gegen den aufgrund von Terrorverdacht ein Haftbefehl besteht, schließt nicht aus, sich ins Ausland abzusetzen, wenn die Umstände ihn dazu zwingen.

Dies sagte al-Hashimi, der sich im Nordirak versteckt, in einem Gespräch mit dem Fernsehsender al-Arabia. Er wies sämtliche Vorwürfe von sich, sagte dabei, er könne nicht garantieren, dass jeder seiner Wachleute nichts mit dem Terrorismus zu tun habe.
Am Donnerstag hatte Iraks Oberster Gerichtsrat es als bewiesen anerkannt, dass al-Hashimi und dessen Leibwache in 150 Terroranschläge auf politische Gegner, Offiziere, Richter und Ärzte verwickelt seien.
Tariq al-Hashimi, der wohl der ranghöchste Sunnit im Irak und seit 2006 Vizepräsident ist, betrachtet die Vorwürfe gegen ihn als Versuch, die sunnitischen Politiker in Misskredit zu bringen und von der Macht abzudrängen.